Saison 2019

Chiemgau Thermen Langstreckenschwimmen im Simssee

Dieses Jahr war das Chiemgau Thermen Langstreckenschwimmen im Simssee Anfang Juli der Saisoneröffner. Ehrlich gesagt habe ich mich dieses Jahr vor der Regattabahn gedrückt, nicht zuletzt, da die Wassertemperaturen mit etwa 16 °C dann doch etwas mau waren. Brauche ich nicht zwingend, schon gar nicht am Anfang der Saison. Also Simssee, in gewohnter Manier gut durch Markus Füller organisiert und – auch wenn es dieses Jahr an eine etwas andere Stelle des Sees ging – gut bekannte drei Runden mit jeweils 2,0 km. Dieses Jahr auch wirklich insgesamt 6,0!

Doch ganz so sicher war der Start dann leider gar nicht. Wie es diesen Sommer ja laufend passiert, war an dem Tag von Sonnenschein kaum etwas zu sehen und stattdessen drohten Gewitterwolken. Schon auf dem Weg von München schüttete es aus Eimern und es drohte eine Absage aufgrund der Gewittergefahr. Letztlich ging es aber dann doch, die Startzeit wurde etwas an die Prognose einer Regenpause angepasst und dann gingen die Starter aller Distanzen gleichzeitig ins Wasser.

Und was soll ich sagen, Simssee funktioniert für mich einfach immer gut. Dieses Mal konnte ich sogar den Vorsatz umsetzen, die letzte Runde nicht als langsamste zu schwimmen und letztlich war ich mit 1h20:19, d.h. 5. Platz gesamt und 1. Platz in der AK, durchaus zufrieden.

Bodensee Open Water Querung von Friedrichshafen nach Romanshorn

Auch dieses Jahr habe ich wieder an der knapp 11 km langen Bodensee Open Water Querung von Friedrichshafen nach Romanshorn – organisiert von Patrick Boche, Jörg Baumann und Simone Baumann-Boche – teilgenommen. Nachdem ich mich vergangenes Jahr relativ spät dazu entschieden hatte, musste ich mich dieses Jahr etwas mit der Anmeldung sputen, die insgesamt nur 60 Plätze waren schnell vergeben. Aber ich hatte das Event früh genug eingeplant und war daher rechtzeitig angemeldet. Dann rückte der Tag näher und ich war guten Mutes, da die Vorbereitung dieses Jahr reibungsloser verlief als im vergangenen Jahr. Und dann kam – schon wieder – die Wettervorhersage. Sie sagte  ausgerechnet für die Nacht von Freitag auf den Startmorgen am Samstag einen Wetterumschwung von sonnig-heiß auf Gewitter voraus. Also wieder Unsicherheit, ob der Start überhaupt stattfinden kann. Und als der Wecker dann um 4h klingelte – der Treffpunkt war für 5h und der Start für 6h vorgesehen – da blitzte und donnerte es in Friedrichshafen. Aber auch dieses Mal hatten wir wieder Glück. Gegen 5h hörte es auf zu regenen und um 6h war vergleichsweise klares Wetter. Während der gesamten Veranstaltung war dann glücklicherweise nichts von Gewitter zu sehen – alle Schwimmer/innen kamen wohlbehalten auf der Schweizer Seite an.

Auch wenn wir dieses Jahr wieder in Startwellen gestartet sind, hatte Patrick es frei gegeben, im eigenen Tempo zu schwimmen. Nachdem wir also in der ersten Startwelle einige Zeit zusammen geschwommen waren, löste sich der Pulk langsam auf. Zwischendurch fasste ich dann für mich, ziemlich spontan, den Entschluss, zu testen, wie ich die Distanz ohne größere Nahrungsaufnahme durchstehen würde und bin im Prinzip durchgeschwommen. Diese Entscheidung war dann auf den letzten beiden Kilometern durchaus spürbar, zu dem Zeitpunkt aber weder revidierbar noch relevant. Es ging halt und nach 2h35 bin ich dann durchaus zufrieden und als erster aus dem Wasser gestiegen (Bodensee Open Water Querung 2019).

Im Übrigen finde ich, dass diese Veranstaltung meiner Vorstellung von Offenwasser-Schwimmen sehr nahe kommt. Es ist eine Querung, kein Rundkurs, der See ist relativ groß und die Bedingungen in Seemitte sind selten vorhersehbar und ein Abbruch ist nur möglich, indem man auf ein Boot klettert, nicht indem man sich zum nächstgelegenen Ufer rettet. Das hat immer was von Abenteuer und von Reise und ist für mich eine willkommene Ergänzung zu den eher wettkampforientierten anderen Veranstaltungen.