Die minimale Anzahl der Züge pro Bahn stellt einen guten Indikator für die Effizienz des Armzuges dar. Dabei zählt man die Züge hinten. D.h. immer dann, wenn der Arm die hintere Abdruckphase beendet hat, ist ein Armzug abgeschlossen.

Je mehr Druck „auf der Hand“ ist, umso größer ist der erzielbare Vortrieb. Die grundsätzliche Idee besteht darin, sich die Relativbewegung zwischen der Zughand und dem Körper anzuschauen. Die Effizienz bewegt sich dabei zwischen zwei Polen: Beim einen Extrem taucht die Hand vorne ins Wasser ein und bleibt während der Zugphase genau an diesem Punkt stehen, während der Körper sich etwa um die Armspannweite nach vorne bewegt. Beim anderen Extrem taucht die Hand ins Wasser und bewegt sich nach hinten, ohne dass sich der Körper nach vorne bewegt – nicht ideal, wenn man vorwärtskommen will. Die meisten Triathleten und Kraulanfänger bewegen sich etwa in der Mitte dieser Pole und benötigen auf einer 25m Bahn irgendwo zwischen 15 und 22 Züge. Zieht man grob 5m von der Bahn für Abstoßen und Gleiten ab, rechnet also mit 20m Nettolänge, dann sind das etwa 0,9 bis 1,33 Meter Vortrieb pro Armzug. Dabei haben größere Menschen natürlich Vorteile gegenüber kleineren Menschen. Man muss also noch die Armlänge bzw. Spannweite einbeziehen, letztere liegt in etwa in der Größenordnung der Körpergröße. Bei 1,80m Körpergröße und 15 Zügen liegt die Effizienz somit bei etwa 74%. Bei 11 Zügen läge sie bei praktisch 100%, also dem theoretischen Idealwert (der durchaus erreichbar ist, wenn man durch ausgeprägte Streckphasen in der Vorwärtsbewegung bleibt, bevor der nächste Zug beginnt).

Die minimale Anzahl der Züge ist jedoch nicht nur ein Indikator. Es ist auch eine gute technische Übung, mit so wenig Zügen wie möglich zu schwimmen – z.B. beim Einschwimmen. Dabei übt man, die Spannweite der Arme durch Streckung und Rotation vollständig zu nutzen und gleichzeitig das Wassergefühl der Hände für den optimalen Druck zu schulen. Dabei sollte man langsam schwimmen, da dabei die Handsensitivität am besten geschult wird.

Wie viele Züge schaffst du?

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